Dr. med. Gertrud Perach // Spirituelle Lebens- und Gesundheitsberatung

Depression

Depression

Leserbrief zu den Artikeln und Stichwort über das Thema Depression, Freiburger Zeitung, S. 22, vom
Mittwoch, den 19.09.2001.

Es ist richtig, wenn Depression als Störung des Selbstwertgefühls definiert wird. In allen Studien
kann man jedoch erkennen, dass dieses Selbst im Menschen mit dem Ich des Menschen
gleichgesetzt wird. Und dieser Fehler ist schon die Ursache der Depression an sich. Depression
heißt Unterdrückung. Unsere falschen Gedanken und Gefühle, d.h. die Psyche oder das
Gemüt, das Ego oder das menschliche Ich, unterdrücken aus Unwissenheit die wahre Stimme
in uns, das Selbst, die Stimme und Kraft unserer Seele, das Gewissen, das übrigens niemals
„schlecht” sein kann, da dieses Selbst göttlich ist. Wenn Goethe von den zwei Seelen in seiner
Brust spricht, meint er dieses göttliche Selbst, die Seele, und das menschliche Ich, die Psyche.
Die Psyche wird im Laufe der Erziehung durch Eltern und Umwelt geformt. Das „Programm”
dieser Prägung, Karma genannt, wurde in früheren Seelenleben bereits festgelegt. Die Seele
sucht sich bei der nächsten Inkarnation die entsprechend fehlerhaften Eltern, die „es“ ja auch
nicht besser gelernt hatten, Liebe und Wahrheit in Vollkommenheit zu leben. Und so entsteht
die Psyche mit dem Programm der Macht/Ohnmacht. Der Lebenssinn besteht nun darin, wie
Adam und Eva „vom Baum der Erkenntnis“ zu essen, d.h. mit Hilfe von spirituellen Menschen,
heiligen Schriften, Gebeten und Lobpreisungen von Gott die Seelenstimme wieder zu stärken,
das innere Licht und die Lebenskraft zu aktivieren.

Diese Seelenkraft, auch Kundalinienergie genannt, ist im Westen wenig bekannt. Dabei ist sie
unsere Heilungsenergie, naturwissenschaftlich nicht messbar. Sie stellt die Schlange im
Ärztesymbol des Aeskulapstabes dar, die sich um die Wirbelsäule windet. Die Aktivierung
dieser Kraft geschieht durch spezielle Atemtechniken und durch Mantrameditaton, wie Jesus
sagte: „Preiset den Namen des Herrn” (Mantra). Diese Energie wirkt heilend auf die Psyche;
das ist eigentliches geistiges Heilen, dauerhaftes Heilen. Medikamente bringen nur
vorübergehende Linderung der Symptome. Psychotherapie versagt bei Menschen mit einer
hohen Seelenreife, da sich diese Seelen unbewußt nach Gott zurücksehnen. Siehe im ersten
Artikel: „Ich habe oft gedacht, dass ich einfach nicht geschaffen bin für diese Welt.” Angst vor
Verlust und Verlassen werden hat ihren Ursprung in dem Verlust der Gottesnähe, da die
westlichen Konfessionen mit der Abschaffung des Karmagesetzes Gott unbegreifbar in seiner
Gerechtigkeit hat werden lassen. Auch der mystische Weg mit seinen spirituellen Übungen,
womit wir Gott erfahren könnten, ist im Westen nicht mehr bekannt. Diese Lücke müssen
Menschen („meine Angebetete!”) oder Suchtverhalten ausfüllen.
Solange die Psychologie und Psychotherapie die Seele und Geist, Gott, außen vorlassen,
werden Depressionen weiter zunehmen, da die Welt langsam an die Grenzen der
Ersatzbefriedigungen stößt.

Körper, Verstand und Gefühle sind die Erfahrungshilfsmittel, zwischen weltlicher Illusion und
Göttlichem Sein unterscheiden zu lernen. Geist, d.h. göttliches Bewußtsein, ist das Lebensziel
unserer Seele: Sein, Bewußtsein, Glückseligkeit.

Dr. med. Gertrud Perach

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